Wobei ich Sie begleite

Manchmal stehen wir vor Fragen oder inneren Spannungen, die sich nicht einfach „wegdenken“ lassen. Entscheidungen fühlen sich unklar an, alte Muster greifen – obwohl wir spüren, dass wir eigentlich etwas anderes wollen.

Ein Einzelcoaching kann dabei unterstützen, solche inneren Prozesse bewusst wahrzunehmen und zu ordnen. Im Coaching können sich unter anderem folgende Themen zeigen:

  • Klarheit und Orientierung gewinnen bei einem Thema, das Sie beschäftigt und nicht loslässt.
  • In einen vertieften Kontakt mit sich selbst kommen, um Veränderungsprozessen und Herausforderungen gelassener zu begegnen.
  • Alte Muster hinterfragen, automatisiertes Handeln erkennen und sich prägende Glaubenssätze bewusst machen.
  • Entscheidungen treffen, die zu Ihnen und Ihren Bedürfnissen passen.
  • Neues wagen und persönliche Entwicklung mit innerer Stimmigkeit und Selbstvertrauen gestalten.

Wie ich Sie begleite

  • Mein Coaching basiert auf dem personenzentrierten Ansatz, der davon ausgeht, dass jeder Mensch selbst am besten weiß, was für die eigene Entwicklung förderlich ist.

  • Grundlage meines Coachings sind die Prinzipien von Carl Rogers: Empathie, bedingungslose Wertschätzung und Echtheit gegenüber jeder Person, die ich begleite.
  • Nur wenn wir wahrnehmen, was in uns geschieht, können wir bewusst und stimmig handeln. Im Coaching stärken wir daher gemeinsam Ihre Wahrnehmungsfähigkeit, sodass Sie Ihre persönlichen Ressourcen und Potenziale reflektiert einsetzen können. Sie lernen, Gedanken, Gefühle und körperliche Reaktionen differenzierter zu bemerken und einzuordnen. Auf diese Weise werden automatische Muster sichtbar, innere Spannungen verständlich und es entsteht Raum, um neue Wege auszuprobieren.

  • Eine bewährte Methode in diesem Prozess ist Focusing. Dabei geht es darum, Gefühlen und inneren Impulsen Aufmerksamkeit zu geben – ohne sie vorschnell zu bewerten oder verändern zu müssen. Durch eine achtsame Präsenz im gegenwärtigen Moment kann Schritt für Schritt innere Klarheit entstehen. Eugene Gendlin, der Begründer dieses Ansatzes, beschreibt Focusing als eine Zeit, „[…] in der man mit etwas ist, das man körperlich spürt, ohne schon zu wissen, was es ist“ (Gendlin & Wiltschko 2014: 2).

  • Als Integraler Focusingcoach verbinde ich Focusing und Wahrnehmungsschulung mit weiteren Ansätzen und Methoden. Im Mittelpunkt steht dabei stets, was den individuellen Bedürfnissen, Themen und Persönlichkeitsstrukturen der jeweiligen Klientin bzw. des jeweiligen Klienten entspricht.

Warum Selbstwahrnehmung im Coaching?

Nachhaltige persönliche Entwicklung entsteht dort, wo Menschen lernen, das eigene innere Erleben bewusster wahrzunehmen (vgl. Ryba 2019; Siegrist 2022; Dietz & Dietz 2024).

Aus psychologischer Sicht lässt sich dies wie folgt erklären:

  • Nach der sogenannten Zwei-Prozess-Theorie gehen neuere psychologische Modelle davon aus, dass Entscheidungen und Handlungen aus dem Zusammenspiel zweier Systeme entstehen: einem bewussten, eher langsam arbeitenden System, das für reflektiertes Denken, Abwägen und planvolles Entscheiden zuständig ist, und einem unbewusst agierenden System, das Erfahrungen sehr schnell, automatisch und ganzheitlich verarbeitet (vgl. Kahnemann 2025). Innere Spannungen entstehen häufig dann, wenn diese beiden Systeme zu unterschiedlichen Bewertungen kommen – etwa wenn eine Entscheidung rational sinnvoll erscheint, sich innerlich jedoch nicht stimmig anfühlt (vgl. Meier et al. 2021: 27ff).
  • Die Bewertungen des unbewussten Systems sind zunächst nicht direkt sprachlich zugänglich, äußern sich jedoch häufig in Form diffuser Gefühle oder körperlicher Empfindungen. Diese somatischen Marker können als „Kommentare des Unbewussten“ verstanden werden (Meier et al. 2021: 39). Insbesondere viele Alltagsentscheidungen, automatisierte Muster und intuitives Handeln beruhen auf implizitem Erfahrungswissen, das sich im emotionalen und körperlichen Erleben ausdrückt (vgl. Dietz & Dietz 2024: 41).
  • Focusing setzt genau an diesem Punkt an, indem es einen strukturierten Zugang zu diesem impliziten Erfahrungswissen eröffnet. Die Aufmerksamkeit richtet sich auf den sogenannten Felt Sense, den Eugene Gendlin als „eine körperlich gefühlte Bedeutung“ beschreibt, die mehr umfasst, als bereits bewusst gedacht oder sprachlich benannt werden kann (Gendlin 2002: 1). Durch diese Form der achtsamen Selbstwahrnehmung wird es möglich, innere Zusammenhänge klarer zu erfassen und Entscheidungen nicht nur rational, sondern auch innerlich stimmig zu gestalten.

Referenzen

Dietz, I. & Dietz, T. (2024). Wie Veränderung gelingt: Selbstführung in Coaching und Selbstcoaching. Paderborn: Junfermann Verlag.

Gendlin, E. (2002). The Experiential Response. Teil I: Regeln für das therapeutische Antworten. Focusing-Journal, 8, 1-11.

Gendlin, E. & Wiltschko, J. (2014). Focusing in der Praxis. Eine schulenübergreifende Methode für Psychotherapie und Alltag. Stuttgart: Klett-Cotta.

Kahnemann, D. (2025). Schnelles Denken, langsames Denken. München: Pantheon Verlag.

Meier, R., Weber, J., Eisenbart, U., Faude-Koivisto, T. & Diedrichs, A. (2021). Ressourcenorientiertes Einzelcoaching nach ZRM. Bern: Hogrefe Verlag.

Ryba, A. (2019). Körperzentriertes Coaching und der Zugang zum Unbewussten. OSC Organisationsberatung Supervision Coaching, 26, 313-329.

Siegrist, U. (2022). Experienzelles Coaching: Körper und Emotionen konstruktiv nutzen. München: Ernst Reinhardt Verlag.